STIEREN RENNEN IN BLANCA

Ernest Hemingway bracht das Stieren rennen wieder zum Leben.
Obwohl  Hemingway begeistert war von Stierkämpfe , rennte er niemals mit den Stieren.
IHemingway und Spanien paßten zusammen: Die ständigeGegenwart des Todes, das existentielle Lebensgefühl, daß
derTod das einzig Gewisse ist im Leben, nimmt den Kleinlichkeiten und Ärgernissendes Alltags die Bedeutung und hilft, das Leben zu genießen. EineReise zu den Fiestas Spaniens ist immer auch eine Überwindung desalltäglichen Todes, eine Wiedergeburt der Lebenslust.
Spanische Stierenkämpfe in der Zeit vom  Alfonso X el Sabo
                                     (XIII Century)
Hemingway am Stierenkämpfen,  Pamplona, Spain
Unidentified photographer / Gelatin silver print, 1924
Image courtesy Ernest Hemingway Collection, John F. Kennedy Library, Boston, Massachusetts

Hemingway traf es schonbesser, wenn er meinte, die Anziehungskraft des Stierkampfs beruhe
wesentlichdarauf, daß der Stierkämpfer bei einem großen Kampf dasGefühl der Unsterblichkeit bekommen und vermitteln könne, daßer sich und das Publikum in eine Ekstase zu versetzen vermöge, flüchtig,aber so tief wie in irgendeine religiöse Ekstase. Es muß nichtgleich die Unsterblichkeit sein, die man spüren möchte, wennman zu den Stieren geht, es kann auch einfach das Gefühl sein, intensiv zu leben.

Meisterliterat Ernest Hemingway hat es geschafft, Spaniens größte »Fiesta« acht
stand- und trinkfeste Male zu durchleben und sie mit seinem gleichnamigen Roman  weltberühmt zu machen.
                                                                                          


     
Stieren rennen ist ein Teil der Spanischen Kultur
Blanca (Murcia)befindet sich 110 km vom Flughafen Alicante und ist 80 km von Flughafen San Javier (Murcia) entfernt. Während der Fiesta de San Roque wird dieses bescheidene und tüchtiges Dorf in eines Dorf der Exzesse verwandeln. Schon allein die Einwohnerzahl steigt dank der Schaulustigen, die aus allen Richtungen anreisen, von 6.000 auf rund 20.000. Trinkend und singend ziehen die Blanqueños durch ihre kleinen Gässchen, voll freudiger Erwartung auf das Hauptspektakel, den encierro.

Die Fiesta wird jedes Jahr im  August gefeiert. 






Wenn Sie rennen, sollten Sie auch die genaue Route kennen.
Obwohl der Weg effektiv abgedichtet wird, gibt es Ausgang Punkte für diejenigen,  die aus ducken wollen. Die Route besetzt die folgenden Straßen:

Barrio Nuevo,
Concepción,
Mayor,
Plaza de la Iglesia,
Pintor Pedro Cano
Federico Servet.
Plaza de Toros   

Die traditionelle Tracht: weißes Hemd  und das unentbehrliche rote Halstuch sollte man am besten anziehen. Wer waghalsig genug ist und am encierro teilzunehmen gedenkt, der sollte unbedingt bequeme Sportschuhe tragen und sich eine aufgerollte Zeitung besorgen, die zwar nicht wirklich wilde Stiere abwehren kann, aber doch ein gewisses Gefühl der Sicherheit vermittelt.

Jeder, der über 18 Jahre alt ist darf mit den Stieren wettlaufen. Impulsive Neulinge jedoch werden zurückgehalten, da sie nicht nur sich selbst, sondern auch die anderen Teilnehmer in Gefahr bringen könnten. Die meisten sind zwischen 20 und 35 Jahre alt, und einige wenige sogar über 50.


Tornay, der beste Renner in Blanca
Mittags rund fünf Uhr wirden drei Leuchtraketen abgeschossen. Nach der letzte Leuchtrakete öffnet sich  in diesem Moment das Tor, und die Stiere stürmen hinaus auf die Straße - gute 800 Meter ist die Distanz quer durch die Altstadt bis zur Plaza de toros. Nun herrscht nicht mehr feierliches Schweigen - das hier ist der Encierro, ein tosendes Spektakel. Viele Leute laufen auf der Straße vor den Stieren her, die im gestreckten Galopp die Meute über das Pflaster hetzen. Natürlich geht das nie ohne Verletzte ab, und mitunter gibt es Tote. Alle wissen es, trotzdem will niemand es missen, wer mitmacht, kennt, nein sucht das Risiko.

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